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AKTUELLES

5.09.2008

Neues Projekt, neue Ideen, neue Partner - DTFS startet mit frischem Wind in die neue Saison


In den Sommermonaten war es relativ ruhig um die Deutsch-Tschechische Fußballschule. Das heißt allerdings nicht, dass den Verantwortlichen der Talentschmiede im inzwischen sechsten Jahr ihres Bestehens die Ideen ausgegangen sind. Im Gegenteil. Sie haben die Zeit genutzt, um für die Fußballschule nach der erstmals gewonnenen MINI-EM die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Dabei war es wichtig, der stetig steigendenNachfrage und dem Erfolg der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen. Denn die Fußballschule war in der letzten Saison langsam aber sicher an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen. Hier soll nun ein neues Projekt ansetzen, das die DTFS in den kommenden Jahren anpacken wird.

 

Darüber sprechen wir mit dem Projektleiter der DTFS, Gerald Prell, und Sportchef Robert Kilin.

 

 Was ist neu bei der DTFS in der kommenden Saison?

Gerald Prell: Grundsätzlich wollen wir natürlich an unserer bisherigen Lehr-Methode festhalten. Das heißt, Kinder aus Deutschland und Tschechien trainieren gemeinsam Fußball und lernen darüber hinaus die jeweils andere Sprache. Allerdings werden wir unseren Aktionsradius ausdehnen. Zukünftig werden wir die gesamte bayerisch-tschechische Grenzregion mit einbeziehen - von Regensburg bis Hof, von Budweis bis Asch.

 

Wie muss man sich das vorstellen?

Robert Kilin: Wir werden künftig mit einem Netz von Partnervereinen arbeiten, für die vor allem der Leistungsgedanke im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit diesen Klubs bieten wir Trainingseinheiten und Camps entlang der deutsch-tschechischen Grenze an. Dabei werden die Spieler gesichtet. Wer sich empfiehlt, wird für unser Team Europa nominiert, das dann bei Testspielen und Turnieren zum Einsatz kommt. 

 

Inwiefern profitieren die Beteiligten von dieser neuen Kooperation?

Robert Kilin: Früher haben wir die Vereine angesprochen, heute ist es umgekehrt: Die Klubs schicken ihre Spieler zu uns, weil sie das leistungsorientierte Extra-Angebot der DTFS schätzen. Die Spieler profitieren individuell vom zusätzlichen Training und den Einsätzen auf europäischem Spitzen-Niveau, ohne dass sie dem Verein verloren gehen. Der Klub steigert sein Image und die Trainer können ebenfalls internationale Erfahrungen sammeln.

 

Was bedeutet dieser erweiterte Projektradius für die Kinder vor Ort?

Robert Kilin: Das Vierländereck Bayern-Böhmen-Sachen-Thüringen bleibt weiter unser Kerngebiet. In dieser „Musterregion", in der die DTFS ihre Wurzeln hat, wird es wie bisher mehrmals wöchentlich Projekttrainings mit Sprachkurs geben. Natürlich ist jetzt die Konkurrenz unter den Spielern größer. Aber die Tatsache, dass es in den Jahrgängen keine Stammspieler mehr geben wird, ist natürlich auch ein Ansporn für den einzelnen Spieler. Die Jungs sind hoch motiviert beim Training und rufen ihr gesamtes Potenzial ab, um für die Aktionen der Auswahlteams nominiert zu werden.

 

In den nächsten Jahren will sich die DTFS international noch weiter öffnen. Inwiefern?

Gerald Prell: Wir werden das Projekt um eine trinationale Komponente erweitern. Das heißt, dass wir beispielsweise in den Sommerferien für die älteren Jahrgänge ein Drei-Nationen-Camp anbieten, bei dem wir jeweils einen europäischen Spitzen-Klub mit ins Boot holen. Dann werden zum Beispiel die Glasgow Rangers, ZSKA Moskau oder Inter Mailand mit den Fußballschülern trainieren. Nach dem bewährten Modell der DTFS gibt es dazu auch wieder einen Sprachkurs.

 

Was wird aus der MINI-EM?

Gerald Prell: Die MINI-EM bleibt unser Projektschaufenster und der sportliche Saison-Höhepunkt der DTFS. Vorausgesetzt, wir können auch weiter auf unsere Partner und Förderer aus der Region zählen, die uns bereits in den vergangenen Jahren bei diesem Event so tatkräftig unterstützt haben.

 

Apropos Partner. Wie wird die DTFS dieses erweiterte Projekt in den kommenden Jahren finanzieren?

Gerald Prell: Wir freuen uns sehr, dass die Europäische Union bis ins Jahr 2011 eine Förderung in Aussicht gestellt hat, ebenso wie die Oberfrankenstiftung. Darüber hinaus unterstützen inzwischen immer mehr regionale Partner das sportliche und interkulturelle Konzept der DTFS. Trotzdem gibt es aktuell noch Finanzierungslücken. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir auch die gemeinsam mit unseren Förderern schließen können.

 

Zu den Partnern der DTFS gehören aber auch die Fußballverbände...

Gerald Prell: Ja, im letzten Jahr konnten wir diese Kontakte weiter ausbauen. Die UEFA hat bereits zum zweiten Mal die Schirmherrschaft über die MINI-EM übernommen und unsere Projektreise nach Odessa logistisch unterstützt. Auch die Zusammenarbeit mit DFB, dem bayerischen und dem tschechischen Fußballverband haben wir intensiviert: BFV und CMFS werden beispielsweise künftig mit ihren Nachwuchskoordinatoren bei der Talentsuche vor Ort helfen.

 

Und auch die Kontakte zu internationalen Spitzen-Klubs dürften im neuen Projekt wieder wichtige eine Rolle spielen...

Gerald Prell: Genau. Dank unseres Kontaktnetzwerks bekommen unsere Auswahlteams zunehmend interessante Einladungen aus ganz Europa. Außerdem wollen wir unsere Trainerhospitationen fortsetzen. Und auch die Vereine vor Ort können profitieren: Gemeinsam mit ausgewählten und gut organisierten Partnervereinen werden wir Blitzturniere mit Bundesligisten und europäischen Erstligisten organisieren. Mit dem TSV Arzberg-Röthenbach holen wir Anfang 2009 beispielsweise Junioren-Teams von Hertha BSC Berlin, dem FC Bayern München, Bayer Leverkusen, Slavia Prag oder Borussia Dortmund in die Region. Das zeigt, wie viel Potenzial auch in den kleineren Vereinen steckt.

 

Bild: Gemeinsam auf Erfolgskurs - EU und Oberfrankenstiftung fördern die DTFS bis ins Jahr 2011




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