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AKTUELLES

3.02.2009

Frankenpost-Bericht zum U12-Turnier: Fußball mit Farbtupfern


(von Peter Perzl) Auf den richtigen Riecher kommt es an. Und über den verfügen Gerald Prell und Gerhard Habel offenbar. Wie sonst können sich die Internationalen Jugendfußballturniere des TSV Arzberg-Röthenbach um den Multi-Trans-Cup und in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Tschechischen Fußballschule (DTFS) innerhalb nur eines Jahres einen solchen Namen machen.

 

„Ganz toll" loben Habil Misim und Philipp Franz, Jugendtrainer bei Eintracht Frankfurt. Jede zweite Woche seien ihre Jungs auf Turnieren unterwegs, aber das hier zähle sicher zu den Schönsten. Ins gleiche Horn stößt Gerd Bauer von Rapid Wien, der gerne mit seinem technisch so brillanten Team Platz 3 erobert hätte, sich aber im Siebenmeterschießen Bohemians Prag beugen musste.

 

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund sprachen von einer „super Verbindung" zur DTFS und loben die Arzberger „als sehr netten und fürsorglichen Gastgeber". Ganz entscheidend für die Teilnahme sei für sie das hohe Spielniveau. Die Elfjährigen, die im Jahr drei bis vier internationale Hallenturniere bestreiten, sollen sich auch im Winter mit ausländischen Vereinen messen, um die unterschiedlichen Mentalitäten zu erfahren. Das sei für die Ausbildung junger Fußballer genau so wichtig wie Technik und Kondition. Auch das Spielen vor so vielen Zuschauern will erst mal gelernt sein. Bis auf die Prager Klubs, die im Raum Eger übernachteten, waren die Teams in einem einzigen Hotel in Neuhaus/Eger untergebracht. So herrschte reger Kontakt unter den Aktiven, was ebenfalls ein Pluspunkt dieser Veranstaltung ist. „Ein sehr gutes Quartier und ein bestens organisiertes Turnier", freute sich Walter Posner, der Trainer von Bayer Leverkusen.

 

Den Gesamtsieg trug aber einer davon, der in Arzberg seine Hallenpremiere feierte: Roter Stern Belgrad. Was die jungen Serben den 500 begeisterten Zuschauern boten, war Fußball vom Allerfeinsten. „Dabei war das unser erstes Hallenturnier", erzählt uns Konstantin Duric, dessen Team im Winter oft in Italien und Spanien weilt. Man mochte es kaum glauben, dass die Belgrader, die mit 15 Stunden und 1300 Kilometern die weiteste Anreise auf sich genommen hatten, auf Anhieb dieses hochrangig besetzte Turnier gewinnen und auch noch im Finale mit Borussia Dortmund einen der Topfavoriten mit 4:0 die Suppe versalzen konnten. Sie besaßen in Nikolic Dorze einen Torhüter, der extra Klasse hielt.

 

„Wenn wir eingeladen werden, dann kommen wir auch gerne wieder nach Arzberg", sagt Duric. Die Begeisterung für Fußball in Belgrad sei so groß, dass gleich am Montag über so einen Sieg in den Medien berichtet werde. Und so stellte sich seine am Ende kaum mehr zu bändigende Truppe sofort zum Gruppenfoto zusammen.

 

Logischer wird der Erfolg allerdings, wenn man weiß, dass Roter Stern Belgrad bereits im Sommer bei der Mini-EM in Rehau mit fast identischer Mannschaft im Endspiel stand. Das Verständnis stimmt und jeder kennt die Laufwege des anderen, wie die vom Tempo und Direktspiel verblüfften Besucher erkennen konnten. „Das wird langsam unsere Stammkraft im Finale", unkte Gerald Prell, der Leiter der DTFS.

 

Trainer Robert Kilin zeigte sich mit der Leistung des neu zusammen gestellten Teams der Fußballschule, das auch einige neue Akteure testete, mit Platz sechs äußerst zufrieden. Von vorneherein stand fest, dass es ihm nicht auf die Platzierung, sondern auf die Art und Weise ankommt, wie sich die Spieler präsentieren. Kilin bekam bestätigt, dass sie das „sehr hohe Spieltempo" mitgehen können.

 

Für den Farbtupfer sorgte das kurzfristig eingesprungene Nachwuchsteam des tschechischen Zweitligisten Bohemians Prag. Dessen Fußballer ließen sich zusätzlich beflügeln von ihrer 30-köpfigen Anhängerschar und dem offiziellen Stadionmaskottchen, ein „Känguru", das die Zuschauer zum Anfeuern animierte und mit dem die zahlreichen Kinder auf der Tribüne ihren Spaß hatten.

 

Stimmungsmäßig konnte da nur noch Lech Posen aus Polen mithalten. Deren Jugendliche wurden auf ihrer achtstündigen Reise ins Fichtelgebirge ebenfalls von ihren Eltern begleitet.

Welch hohen Stellenwert das Turniere der DTFS inzwischen genießt, zeigt schon die Tatsache, dass der Trainer des tschechischen Rekordmeisters Sparta Prag, Martin Hasek, unter den Zuschauern weilte. Und der nahm nicht nur seinen talentierten Sohn Philip im Sparta-Trikot in Augenschein.




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