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AKTUELLES

22.02.2009

DTFS in Belgien und Frankreich


Die U13 der DTFS besuchte vergangene Woche Belgien und Frankreich. Anlass der Reise war eine Präsentation des aktuellen EU-Projekts bei Schlüsselpartnern in Brüssel. So besuchten die deutschen und tschechischen Talente die Vertretungen Bayerns und Tschechiens sowie das Europäische Parlament. Sportlich gab es einen Vergleich mit dem belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht. Auf dem Rückweg machte die DTFS noch kurz Station in Paris, Verdun und dem lothringischen Werk der REHAU AG. Sportlicher Schlusspunkt der Reise war das Hallenmasters von Eintracht Trier.

 

Das einwöchige Camp begann für die meisten Fußballschüler mit dem Multitranscup in Arzberg am 15.2. Hier belegte die DTFS trotz guter spielerischer Leistung nach einigen Unkonzentriertheiten nur den neunten Platz (wir berichteten). Am Montag Vormittag schnupperten die tschechischen Jungs in den deutschen Schulalltag hinein, ehe nachmittags die gesamte Gruppe nach Brüssel aufbrach. Nach einer Zwischenübernachtung in Aachen erreichte die DTFS-Delegation am Dienstag die belgische Hauptstadt. Abends stand die erste Projektpräsentation auf dem Programm. Die prachtvolle bayerische Vertretung öffnete ihre Pforten für die jungen Fußballer, die sich bei den anwesenden Parlamentariern und Lobbyisten mit einer Projektpräsentation für die Einladung bedankten. Die Ehrengäste erhielten eine Minieinführung in die tschechische Sprache. Beim Torwandschießen zeigten die Fußballschüler allerdings Nerven und verloren gegen die VIP-Elf unerwartet mit 0:1. Der DFB-Vertreter Stefan Brost war der einzige, der seinen Schuss eiskalt versenkt hatte. Zum „Auslaufen" ging es für die Jungs dann am Abend ins historische Zentrum Brüssels, die Grande Place wurde ebenso besichtigt wie Manneken Pis. Tags darauf sollte ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, das Atomium, besucht werden.

 

Doch zunächst folgte am nächsten Morgen wieder eine Projektpräsentation, diesmal bei der tschechischen Vertretung. Die anwesenden tschechischen Regionalvertreter absolvierten einen Crashkurs mit deutschem Fußballvokabular. Nachmittags stand der erste sportliche Höhepunkt der Reise bevor - ein Match gegen die U13 des RSC Anderlecht. Das Team ist die Nummer 1 in dieser Altersklasse in Belgien. Die DTFS startete furios und erspielte sich eine Reihe von Möglichkeiten. Doch die Stürmer zeigten Nerven vor dem Tor. Zur Halbzeit stand es trotz vieler Chancen nur 0:1 durch einen Treffer von Philipp Hercher (Regensburg). Die anschließende Standpauke des belgischen Trainers zeigte Wirkung. Die jungen Belgier kamen wie der Wirbelwind aus der Kabine und dominierten fortan das Spiel. Und die Anderlechter Stürmer verwerteten ihre Chancen auch konsequent, so dass sie nach und nach mit 3:1 in Führung gingen. Erst jetzt kam die DTFS noch mal zurück ins Spiel und erzielte durch Lukas Provod (Pilsen) noch den Anschlusstreffer. Am Ende hieß es 4:2 für den belgischen Rekordmeister.

 

Zum Abschluss des Aufenthalts in Brüssel besuchten die Fußballschüler noch das Europäische Parlament. Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber führte sie durch die Plenarräume und beantwortete die wissbegierigen Fragen der Jungs. Höhepunkt des Parlamentsbesuchs war für die tschechischen Jungs noch der Auftritt ihres Staatspräsidenten Václav Klaus im Plenum. Klaus' düsteren Europavisionen stand die Begeisterung der Kinder entgegen, als sie zu ihrer Überraschung erfuhren, dass sie nachmittags einen Abstecher ins nur 3 Stunden entfernt gelegene Paris unternehmen würden. Bei einem Rundgang durch's Zentrum der französischen Hauptstadt besuchten die jungen Talente den Eiffelturm, den Louvre, Notre Dame und die Champs Elysées.

 

Dem heiteren Pariser Frühling folgten am nächsten Morgen ein erneuter Wintereinbruch und die Besichtigung der Gedenkstätten von Verdun. Hier hatten im Jahr 1916 in einer der blutigsten Schlachten des ersten Weltkriegs über 300000 junge Deutsche und Franzosen ihr Leben gelassen. Noch heute sind die Narben der Schlacht, in der sich beide Seiten mit über 50 Millionen Granaten beschossen, um Verdun deutlich erkennbar. Ein Beispiel für gelungene deutsch-französische Zusammenarbeit schloss dann den Aufenthalt der DTFS in Lothringen ab. Auf Einladung der REHAU AG besuchten die Jungs das Werk in Morhange bei Metz. Sie inspizierten ein Niedrigenergiehaus und konnten bei einem Fabrikrundgang die Herstellung von Plastik und seinen Endprodukten wie Fenstern, Türen und Autoteilen in der Praxis verfolgen. Die Möglichkeit, die großen Extruder, Förderbänder und Maschinen einmal aus der Nähe zu betrachten, kam bei den 12jährigen gut an.

 

Am folgenden Samstag stand der letzte sportliche Vergleich auf dem Programm, das exzellent organisierte Hallenmasters von Eintracht Trier. Hier zeigte sich die DTFS in guter Verfassung und überzeugte mit Spielwitz und viel Engagement. In der Vorrundengruppe ließ sie den 1. FC Saarbrücken, Waldhof Mannheim und Eintracht Trier hinter sich. Im dramatischen Halbfinale mussten sich die Jungs knapp mit 0:1 gegen den TuS Koblenz geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 zeigte die DTFS abermals Moral und bezwang den spielstarken 1. FC Kaiserslautern mit 2:1. Weiterer Grund zur Freude: David Bezdicka (Tachov) sicherte sich mit 10 Treffern im Turnier die Torjägerkanone.

 

Robert Kilin, der sportliche Leiter der DTFS, zeigte sich beeindruckt von der Leistung seiner Schützlinge während der einwöchigen Lernfahrt: „Unsere Mannschaft hat in den letzten Tagen ein Riesenprogramm absolviert. Ziel der Reise war diesmal vor allem, wichtige Erfahrungen außerhalb des Fußballplatzes zu sammeln. Wir haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt, bei dem die Kinder lernten, viele Herausforderungen zu meistern - vom Lampenfieber bei den Projektpräsentationen vor Ehrengästen, über die Orientierung in Großstädten wie Brüssel und Paris bis hin zum praktischen Lernen an Originalschauplätzen wie dem Europäischen Parlament, dem Schlachtfeld von Verdun oder dem REHAU-Werk in Morhange. Dass uns unsere Gegner auch bei den sportlichen Vergleichen alles abverlangt haben, passt in den Rahmen. Die Mannschaft hat sich insgesamt ein Sonderlob verdient, da sie die  Herausforderungen maximal angenommen hat und von Tag zu Tag mehr europäischen Teamgeist entwickelte."

 




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