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AKTUELLES

13.08.2010

Rückblick: erstmals Team-Europa-Camp in Lettland


Die Feriencamps der DTFS haben bereits Tradition. In diesem Sommer stand erstmals ein neues Reiseziel auf dem Plan: das Baltikum. Eingeladen hatte der Vereinspartner Liepajas Metalurgs. Der amtierende lettische Meister richtete gemeinsam mit der DTFS ein Team-Europa-Camp für lettische, russische, deutsche und tschechische Kinder aus.

 

Gleich am ersten Tag der Ferien machten sich die 15 Deutschen und Tschechen auf den Weg. Die Reiseroute führte das Team Europa zunächst über das Frische Haff nach Kaliningrad (vormals Königsberg/Ostpreußen). Dort sollte die DTFS ein Demonstrationstraining bei Baltika Kaliningrad durchführen. Das Deutsche Konsulat hatte den Termin mit vorbereitet. Doch es kam anders als geplant. Die russischen Grenzformalitäten zogen sich in die Länge, um in das frühere militärische Sperrgebiet einzureisen. Das Training fiel aus, stattdessen luden die Kaliningrader die DTFS zum Mittagessen ins Baltika-Stadion ein. Von dort begab sich die DTFS auf die letzte Etappe nach Liepaja. Der Weg führte über die Kurische Nehrung, eine einzigartige Halbinsel. Die Nehrung ist teilweise nur wenige Hundert Meter schmal, dafür aber 100 Kilometer lang und umringt von einsamen Sandstränden. Ein Natur- und Badeparadies. Von der Spitze der Nehrung ging's weiter ins litauische Klaipeda (Memel) und dann die letzten Kilometer nach Liepaja.

 

Am Camp in der lettischen Hafenstadt nahmen knapp 50 Kinder teil. Auf dem Programm standen täglich 2 Trainingseinheiten, ein Sprachkurs und viel Freizeit am Sandstrand. Dieser beginnt gleich hinter den Fußballplätzen. Das Ziel des Camps entsprach der Philosophie der DTFS: Über den Fußball sollte die europäische Verständigung angekurbelt werden. Spielerisch sollten die Kinder fremde Sprachen und Kulturen kennenlernen. Sämtliche Trainingseinheiten fanden daher in gemischt nationalen Kleingruppen statt. Der Spaß am Lernen stand im Vordergrund. Einige Trainingseinheiten verlegte das Trainerteam um Robert Kilin bei Temperaturen von 30 Grad kurzerhand an den Strand. Dort sorgten Beachsoccer, Wasserball, Versteckspiele in den Dünen oder Tauchen für Abwechslung. Aus vielen Spielen und Rätseln bestand auch der tägliche Englisch-Kurs. Dieser wurde, wie immer im Sommer, von David Hendry von den Glasgow Rangers geleitet.

 

Untergebracht waren die Jungs aus 4 Nationen in der „Baza" von Liepajas Metalurgs. Normalerweise schlagen dort die Fußball- und Eishockeyprofis des Vereins ihr Trainingsquartier auf. Nun zog das Team Europa ein. Die Kinder waren begeistert vom guten Essen und der tollen Lage des Hotels - nur 3 Minuten vom Strand und 5 Minuten vom Fußballplatz entfernt. Besondere Atmosphäre vermittelte auch das Trainingsgelände. Es war auf den Ruinen einer ehemaligen russischen Festung angelegt. Noch heute umringen Betonbunker den Rasen. Die Umkleidekabinen sind in den renovierten Kasematten unter 1 Meter Stahlbeton untergebracht. Der Zutritt ist nur durch Panzertüren möglich. Spiegelte das Trainingsgelände die militärische Vergangenheit der Stadt wieder, gab ein gemeinsamer Abschiedsabend Einblicke in die lettische Küche und Kultur. Die Gastgeber luden das Team Europa zur Schaschlikparty in ein Ferienheim außerhalb der Stadt ein. Die Eltern grillten Fleischspieße für die Kinder und servierten weitere lettische Spezialitäten. Zwischendurch konnten sich die Kinder in den Dünen und Wäldern hinter dem Ferienheim austoben.

 

Ein Highlight erwartete das Team Europa auf der Rückreise. Der polnische Vereinspartner Legia Warschau eröffnete am Tag der Rückreise sein neues Stadion mit einem Testspiel gegen Arsenal London. Trotz ausverkauftem Haus gelang es der DTFS mit Hilfe des Jugendleiters Krzysztof Zietek noch Karten für dieses hochkarätige Spiel zu bekommen. Und das Match hielt, was es versprach. Angefeuert von 24 000 frenetischen Fans ging Legia bis zur Halbzeit mit 3:1 in Führung. Dann aber schlug Arsenal zurück und erzielte 3 Tore in wenigen Minuten. Es ging weiter hin und her, am Ende gewannen die Gunners mit 6:5. Ein furioses Finale der Reise des Teams Europa ins Baltikum.

 

Das bestätigten auch die teilnehmenden Kinder: Für die meisten war das Arsenal-Match der Höhepunkt des Camps. „Außerdem waren wir von den Sandstränden und dem Meer begeistert", waren sich die Jungs einig. Die tschechischen Kinder freuten sich, dass das Abschlusstraining in Liepajas Hauptstadion stattfinden konnte. Der Grund: Vor einigen Wochen hatte Sparta Prag dort Liepajas Metalurgs aus der Champions-League-Qualifikation geworfen. Die Reise ins Baltikum hat vielfältige Eindrücke hinterlassen. Vor allem haben alle Kinder die Herausforderung gemeistert, fremde Kulturen und den Umgang mit Kindern aus anderen Ländern kennenzulernen. Diese Erfahrungen werden ihre persönliche Entwicklung sicher stärken - ganz gleich ob sie aus Hof, Karlsbad oder Riga kommen.

 

Foto: das Team Europa auf der Fähre nach Klaipeda

 

 





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